Urlaub in Südtirol   

    

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Bozen

 

Bozen • Burgeis • Glurns • Laas • Mals

Mit fast 100.000 Einwohnern ist Bozen die größte Stadt und Hauptstadt in Südtirol. Hier befinden sich der Sitz der Landesregierung, eine Universität und eins der wichtigsten wirtschaftlichen Zentren in Südtirol. Ursprünglich war Bozen das südliche Pendant und kleinerer Bruder zu Innsbruck im Norden Tirols. Erst nach dem 1. Weltkrieg und der damit verbundenen Trennung der beiden Landesteile stieg Bozen nach und nach zur echten Provinzhauptstadt auf. Ein wichtiger Handelsknotenpunkt war Bozen, wo sich die beiden größten Südtiroler Flüsse Etsch und Eisack treffen, allerdings schon davor.

Der Blick ging in Bozen aber schon seit jeher, wohl vor allem aufgrund der wirtschaftlichen Beziehungen der alten Handelsstadt Richtung Süden. So ist es nicht verwunderlich, dass Bozen heute die „italienischste“ Stadt in Südtirol ist. Über zwei Drittel der Einwohner geben als ihre Muttersprache Italienisch an. Gefördert wurde diese Übermacht nicht zuletzt durch den während des Faschismus massiv geförderten Zuzugs von Süditalienern. Gleichzeitig wurde dabei rund um Bozen begonnen Industrie anzusiedeln. So kann Bozen heute als einzige Stadt in Südtirol gelten, die in einigermaßen nennenswerten Umfang Industrie aufzuweisen hat.

Für den Besucher und Touristen von heute lohnt sich Bozen ebenso für einen Tagesausflug zum Flanieren und Einkaufen, als auch als Ausgangspunkt für weitere Unternehmungen ins Umland. In der Stadt laden die jahrhundertealten Lauben zum Shopping ein. Der Obstmarkt von Bozen, auf dem man am Ende der Lauben stößt ist ein beliebtes Postkartenmotiv. Auch die alte Pfarrkirche und die beiden Klöster der Dominikaner und Franziskaner sind sehenswert. In jüngster Zeit ist zu den herausragenden Sehenswürdigkeiten noch das archäologische Museum von Bozen hinzugekommen. Hier findet man hinter einer Panzerglasscheibe bei minus 6 Grad und einer konstanten Luftfeuchtigkeit von 98% den „Ötzi“ aufgebart. Neben dem Toten aus dem Eis sind seine Ausrüstungs- und Kleidungsstücke zu bewundern.